Reisen: Mit der Stena Line nach Göteborg und wieder zurück

Vor Monaten habe ich diesen Trip geplant und nun hieß es endlich „Koffer packen“. Natürlich hatten wir wieder viel zu mit und mitunter auch eher unpassende Sachen, aber gut, so geht es mir irgendwie bei jedem Städtetrip.  An einem Mittwoch abend fuhren wir schließlich gen Norden zu meinen Eltern, wo wir eine Nacht übernachten konnten. Allein das war schon schön, sehen wir uns doch recht selten aufgrund der Entfernung. So einfach mal kurz vorbeifahren ist leider schwierig.

Goeteborg-Schweden
Es geht los
Kiel-Goeteborg
Die 100 Millionen Euro Yacht

Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Kiel und warteten ganz ungeduldig auf das „Boarding“. Und ehe wir uns versahen, ging es auf’s Schiff und wir durften unsere Kabine beziehen. Ich liebe es mit Schiffen zu fahren und so verging die Überfahrt wieder viel zu schnell. Früher, als mein Vater noch zu See fuhr, bin ich immer mit meinen Freunden über das Schiff gerannt und wir haben Verstecken gespielt. Das Verstecken haben wir uns dieses Mal gespart, aber auf Erkundungstour gingen wir trotzdem.

Nach einer Nacht Überfahrt erwartete uns Göteborg, eine kleine Stadt, von der ich schon viel Positives gehört hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht: Göteborg erinnert mich ein bisschen an Prag, aber mit Meer und dem skandinavischen Flair. Außerdem bin ich ein chronischer Café-Hocker und kam in Göteborg voll auf meine Kosten. Wir kamen morgens an und machten  uns auch gleich auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Zunächst begutachteten wir eine Fisch-Hütte, in der man nicht nur alles Mögliche aus dem Meer kaufen, sondern auch essen konnte. Doch wir hatten bereits auf dem Schiff so viel Fisch gefuttert, dass uns nach etwas anderem war. So schlenderten wir weiter zu der Saluhallen, einer Markthalle mit einem bunten Angebot an Essen und anderen kulinarischen Produkten. Dort ließen wir es uns gut gehen und schlugen uns den Bauch voll – zu humanen Preisen, ich war ganz überrascht, hatte ich doch mit dem Schlimmsten gerechnet. Zurück ging es dann über ein paar Nebenstraßen in unser Hotel, in dem wir schließlich einchecken konnten. Das Hotel liegt schön zentral, so dass man entspannt überall hinlaufen kann. Nach einem kurzen Mittagsschlaf (essen und erkunden machen einfach müde ;) ), ging es ins Brogyllen, eine Konditorei und gleichzeitig ein Café mit einem großen Angebot an Kuchen, kleinen Snacks und sehr leckerer heißer Schokolade.

Goeteborg-Staedtereise

Wir sind wirklich stundenlang durch die Gassen gelaufen und haben einfach nur geguckt. Es fährt auch eine Fähre als reguläres Transportmittel von Lilla Bommen nach Klippan. Die Fähre kann ich nur sehr empfehlen: Es ist wie eine kleine Hafenrundfahrt und man kann gleichzeitig ein bisschen die Beine hochlegen. Das Ticket ist mit 26 Kronen preislich in Ordnung, bei einem Tagesticket ist die Fahrt auch inklusive. Abends kehrten wir in einen Pub ein, Harrys hieß dieser. Es gibt da so etwas wie After Work mit reduzierten Preisen für zwei Gerichte und bestimmte Getränke, so auch Bier. Und bei den Alkohol-Preisen lohnen sich solche Angebote sehr.

goeteborg-kurztrip
Die Innenstadt

Am Samstag hatten wir noch bis 16:45h Zeit, weiter durch die Stadt zu bummeln, was wir auch ausgiebig taten, da die Sonne strahlte und es richtig Spaß machte, die Stadt weiter zu erkunden. Schließlich hieß es wieder Abschied nehmen und es ging zurück auf das Schiff. Beim Auslaufen standen wir fast eine Stunde oben auf dem Deck und haben die Schären bewundert. Das war fast schon romantisch – und das kommt von mir. Meinetwegen hätte die Reise ruhig länger dauern können, so schön war es. Wir haben uns fest vorgenommen, ein zweites Mal nach Göteborg zu reisen und vor allem die Umgebung etwas mehr zu erkunden. Fazit: Super geeignet für einen Kurztrip, aber nehmt euch dicke Sachen mit, vor allem für das Schiff. Ich war da etwas nachlässig (kommt davon, wenn Optik vor Wärme geht) und habe mir eine dicke Erinnerungs-Erkältung aufgesackt. Immerhin schwedische Bakterien ;)

stenaline-goeteborg
Der Abschied

Ein paar Reisetipps

  • Bei der Stena Line gibt es gelegentlich gute Angebote für die Überfahrt. Alternativ könnt ihr wie wir ein Komplettangebot buchen mit 2x Übernachtung auf der Fähre und 1x Übernachtung im Hotel
  • Eine Kreditkarte ist sehr praktisch, weil fast überall damit gezahlt werden kann.
  • Ihr könnt euch ein Tagesticket kaufen (wir zahlten 85 Kronen pro Person), aber es ist nicht notwendig, weil man alles gut erlaufen kann.
  • Die Fähre 285 könnt ihr wunderbar als kleine Hafenrundfahrt nutzen
  • Von der Anlegestelle der Stena Line könnt ihr entweder mit der Tram oder mit der Fähre 285 ins Zentrum fahren
  • Das Buffet auf dem Schiff ist recht preisintensiv, aber lecker. Alternativ könnt ihr euch auch Stullen mitbringen und entspannt auf dem Schiff essen.
  • Außenkabine oder Innenkabine ist so eine Sache. Wir hatten eine Außenkabine, aber es hat sich nicht wirklich gelohnt, weil man eh nachts fährt und dann schon wieder von Bord muss. Allerdings fühle ich mich mit dem Fenster (Bullauge passt nicht so richtig) nicht ganz so wie eine Ölsardine. Wir würden vermutlich das nächste Mal eine Innenkabine buchen und das Geld lieber sparen bzw. anderweitig ausgeben

2 Gedanken zu “Reisen: Mit der Stena Line nach Göteborg und wieder zurück

  1. Kerstin 24. Oktober 2015 / 23:31

    Das hört sich ja alles toll an. Da bekomme ich gleich Lust auf eine Reise. Nur schade, dass du dich gleich erkältet hast.
    Lg Kerstin

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