Literatur: Von Geistern, Musikern und Mördern

Über Weihnachten an der Ostsee habe ich es endlich einmal geschafft, mich ganz viel mit meinen Büchern zu beschäftigen und auf die Jagd nach Mördern begeben. Ich liebe Krimis, sehr gerne auch historische Krimis mit schrulligen oder speziellen Personen. Bevor ich weiter loslege, sollte ich vielleicht auch noch den Buchtitel nennen, über den ich mich gleich ein wenig mehr auslasse ;): The Strings of Murder von Oscar de Muriel.

Ein wenig skeptisch war ich zu Beginn, weil das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist. Aber mir ist der Hauptcharakter gleich so sympathisch gewesen, dass es mir richtig Spaß machte, ihn zu begleiten:

Das Buch beginnt mit der Strafversetzung des jungen, ehrgeizigen, noblen Ian Frey. Er arbeitete vorher beim Scotland Yard in London. Doch seinem Chef wurde gekündigt und der neue Chef räumte dann gleich einmal richtig auf, indem er alles auf die Straße setzte, was auch nur eine gewisse Sympathie für dessen Vorgänger hegte. So eben auch den jungen Frey. Frey hat jedoch Glück im Unglück: Sein Erfolg bei der Aufklärung eines brisanten Falles sorgt dafür, dass er statt auf der Straße überraschend in Schottland landet, um dort mit dem speziellen Detective „Nine Nails“ McGray zusammenzuarbeiten und einen mysteriösen Mord an einem Musiklehrer aufzuklären. Dieser wurde nicht nur bestialisch ermordet, sondern das Dienstmädchen schwört auf Stein und Bein, in dem Musikzimmer mehrere Geigen gehört zu haben. Also genau das Richtige für den abergläubischen McGray. Ja, und dann beginnt die saure-Gurken Zeit für Ian Frey. Das Londoner Großstadtleben gewöhnt, wohnt er nun in einer WG mit McGray und muss sich mit dessen Aberglaube und – in Ians Ohren – grausamen Dialekt auseinandersetzen. Dazu kommt ein unangenehmer Vorgesetzter, der weder von Frey noch McGray sonderlich viel hält. Auf den ersten Mord folgt ein zweiter Mord, wieder ein Musiker. Und zu allem Unglück scheint der Täter auch ein Faible für das Mystische zu haben.

Das Buch lebt definitiv von dem Ermittlerpaar Frey und McGray. Beide sind so voller Gegensätze, dass es regelmäßig zu komischen Situationen kommt, ohne dass es auffällig konstruiert wirkt. Ich musste so manches Mal kichern, wobei vor allem der junge Ermittler Frey für komische Situationen sorgte. Das Englisch ist gut zu verstehen. Und auch den Dialekt von McGray war problemlos zu lesen, da finde ich den Dialekt bei Anne Perry deutlich schwieriger. Da ich sehr gerne Klassik höre, habe ich auch so manch interessantes Detail über Geigenbauer erfahren und auch allgemein Wissenswertes über die klassische Musik gelernt.

Das Buch gibt es derzeit nur auf Englisch, jedoch soll es 2017 übersetzt werden und trägt den Titel Die Schatten von Edinburgh: Ein Fall für Frey & McGray. 

 

Ein Gedanke zu “Literatur: Von Geistern, Musikern und Mördern

  1. christina 17. Februar 2017 / 8:45

    hört sich gut an behalte ich auf jeden Fall mal im Blick

    Gefällt mir

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