Literatur: Die Laster der Adligen

Heute stelle ich dir den zweiten Teil aus der Serie um Sebastian St. Cyr vor. Der Krimi spielt im historischen London, ist also ein klassischer Detektivroman. Ich habe inzwischen auch die Rückmeldung erhalten, dass es derzeit keine deutsche Übersetzung gibt, plane aber, einmal beim Verlag anzufragen, ob dies denn geplant sei. Denn ich bin ein wenig überrascht, dass diese Serie noch nicht übersetzt worden ist.

historischer-krimi

Wenn du etwas mehr zu den Charakteren als Einleitung lesen möchtest, dann wirst du hier (*klick*) fündig. An der Stelle habe ich über den ersten Teil der Serie geschrieben und bin auch auf die Protagonisten weiter eingegangen. Dann mein obligatorisches Nachdenken, ob es notwendig ist, den ersten Teil zu lesen. Hier schwanke ich ein wenig. Also, der Kriminalfall geht sehr gut ohne Vorwissen, jedoch werden Themen und Konflikte aus dem ersten Band aufgegriffen und weiter entwickelt, sodass ich dieses Mal empfehle, lieber auch den vorherigen Band zu lesen. Sonst geht doch einiges an Details verloren, was auch die Kriminalfälle bereichert.

Eigentlich hatte sich Sebastian St. Cyr geschworen, mit Mordfällen nichts mehr am Hut zu haben. Nicht nur, dass er dabei das eine oder andere Mal sein Leben riskieren musste, so empfand er auch das Schauen in die menschlichen Abgründe als so belastend, dass er dieses nie wieder erleben möchte. Ja, eigentlich. Leider meinte das Schicksal es anders und ehe er sich versah, schlitterte er doch wieder in den nächsten Mordfall: Der Prinzregent, von vielen hinter vorgehaltener Hand „Prinny“ genannt, ist für sein ausschweifendes Leben bekannt. Er interessiert sich eher für die neuesten Klamotten als für Politik, auch hat er eine Neigung, sich Damen auszuwählen und diese nicht selten einzuladen. Doch dieses Mal geht etwas schief, die Dame, die er im Nebenzimmer umarmen wollte, stellt sich als Leiche heraus. Ein Dolch ragt noch aus ihrem Rücken und das Drama ist groß – wird doch nun der Prinzregent eines Mordes verdächtigt. Auch an dieser Stelle könnte Sebastian St. Cyr entspannt bleiben, wenn die verschiedene Dame nicht die Halskette seiner verstorbenen Mutter umgehabt hätte. Und so war der junge Gentleman wieder mitten drin im Mordfall und versucht nicht nur, den Mörder dingfest zu machen – was wieder mit einigen Gefahren einhergeht und mit wichtiger Politik zu tun hat – sondern Sebastian versuch zudem, mehr über seine Vergangenheit und seine Mutter herauszufinden.

Auch der zweite Teil lohnt sich. Der Leser erfährt mehr über Sebastian und seine Familie, sondern auch der Mordfall ist spannend. Ich mag zudem auch die Charaktere, die bereits im ersten Teil vorkamen und nun sich weiterentwickeln und mehr über sich verraten. Das Englisch ist gut zu lesen und die Bücher haben eine angenehme Dicke. Der dritte Teil liegt bereits auf meinem Nachtisch, leider aber in gebundener Form und damit deutlich schwerer als die praktischen Taschenbücher. Doch ich will nicht meckern, ich bin froh, noch ein relativ kostengünstiges Exemplar ergattert zu haben und da ist dann auch die gebundene Version in Ordnung. Denn irgendwie, so ist meine Erfahrung, sind die ersten Teile mancher Serien wirklich schwer zu bekommen bzw. in Preisregionen angesiedelt, wo ich teilweise nur mit den Kopf schütteln kann. Es handelt sich dann um „Sammlerexemplare“ mit „Sammlerpreisen“, die mir dann doch etwas zu teuer sind. Ich kann da gewisse Auktionshäuser nur sehr empfehlen oder auch online Antiquariate, wenn du ebenfalls Sebastian St. Cyr bei seinen Ermittlungen begleiten möchtest.

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