Literatur: Einmal in andere Welten eintauchen

Ich liebe es ja, in andere (literarische) Welten einzutauchen, sei es im Genre Fantasy oder Science Fiction oder irgendetwas dazwischen. Gerne probiere ich dann neue Autoren durch, beginne mit ersten Teilen von Serien und teste auch einmal neue Themengebiete. So bin ich ja ein großer Fan von Marion Zimmer Bradley, die ich mit ihrem Darkover Zyklus zwischen Science Fiction und Fantasy ansiedeln würde, wollte aber nun auch einmal woanders meine Fühler hin ausstrecken. So landete ich beim Autoren Markus Heitz und seinem Ulldart Epos. Der erste Teil heißt Schatten über Ulldart und führt den Leser in die Welt Ulldart ein.

ulldart-fantasy

Kurz bevor er qualvoll stirbt, prophezeiht ein Mönch Tod und Zerstörung, die Dunkle Zeit drohe wiederzukehren. Von der Dunklen Zeit erfährt der Leser stets Bruchstücke vor jedem weiteren Kapitel mit einem Blick in die Geschichte Ulldarts: Es herrschte Krieg, Blut floss in Strömen und Terror begleitete die Menschen.

Jahre später versuchen die Berater aus Lodrik, verwöhnter, wehleidiger und völlig überdimensionierter Sohn des Herrschers, einen würdigen Nachfolger zu formen. Vergeblich. Kekse statt Politik, volle Teller statt Reitunterricht und stets nah am Wasser gebaut ist Lodrik alles, aber nicht für das Prinzsein geeignet. Dies sieht auch sein Vater und ist kurz davor, seinen Sohn in einen dunklen Kerker zu stecken und im Notfall irgendjemanden von der Straße aufzusammeln, damit dieser die Geschäfte eines Tages übernimmt. Aber eine letzte Hoffnung hat der Herrscher, aus seinem Sprössling noch einen zukünftigen Herrscher zu machen: Lodrik wird ikognito als Gouverneur in eine nördliche Provinz geschickt, um das Regieren zu lernen – und mit ihm seine Berater, die ihn nicht nur im Staatslenken unterrichten sollen, sondern auch körperlich fit machen sollen und das weibliche Geschlecht versuchen schmackhaft zu machen.

An diesem Buch gefielen mir an erster Stelle der Humor, mit denen die Charaktere agierten und mit dem der Autor auch so manche Situationen beschrieb. Ich musste tatsächlich häufiger lachen, was bei Büchern bei mir selten vorkommt. Es war weniger albern, als teilweise eher die Ironie oder die absurden Situation, die ich komisch fand. Dann waren mir auch die Personen unheimlich sympathisch. Sie leben von ihren Gegensätzen, ihrer Entwicklung und ja, auch manchmal ein wenig von Plattitüden, doch das darf auch ab und zu sein. Die Handlung plätscherte nicht nur so dahin, sondern war kurzweilig und es machte Spaß, die Welt weiter zu entdecken und die Personen weiter kennenzulernen. Gut, manchmal kämpfte ich mit den eigenwilligen Namen, aber das ist ja häufiger bei Fantasy der Fall.

Eine klare Leseempfehlung und ich werde auch die Serie weiter verfolgen. :)

 

 

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