Youtube: Kurzes Video zu den schnellen Weihnachtskarten

Zu meinen schnellen Weihnachtskarten habe ich passend auch ein kurzes Video gedreht. Mehr gibt es dazu auch gar nicht zu sagen ;). Dir viel Spaß beim Angucken und einen schönen Sonntag.

Literatur: Ein dicker Schmöker für Mittelalter-Fans

Ich habe mal wieder einen dicken Schinken durchgelesen, der viel zu schnell vorbei war. Am Anfang denke ich stets „Ganz schön dick“ und am Ende wundere ich mich stets, wo denn all die Seiten geblieben sind.

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Das Buch Das Licht der Welt ist die Fortsetzung von dem historischen Roman Das Salz der Erde (*klick*). Auch der erste Teil ist sehr zu empfehlen. Nicht unbedingt, um die Handlung zu verstehen, sondern weil auch der erste Teil inhaltlich gut ist und es mir viel Spaß machte, diesen durchzulesen.

In dem zweiten Band findest du Figuren aus dem ersten Band wieder, aber tatsächlich ist es nicht notwendig, die Handlung aus dem ersten Band zu kennen. Hin und wieder kommt eine Anspielung und ich persönlich finde es spannend, die Charaktere zu begleiten durch die Bücher, doch es geht auch ohne Vorwissen.

Wir befinden uns im Mittelalter in der Handelsstadt Varennes-Saint-Jaques, der Handel blüht und die Stadt wächst und gedeiht. Im Mittelpunkt stehen der Kaufmann und Bürgermeister Michel Fleury, der inmitten von Kriegen seine Stadt zu Wohlstand und Frieden führen möchte, der Buchmaler Rémy Fleury, der von einer Schule für jedermann träumt und die junge Patrizierin Philippine, die versucht, aus ihrem alten Leben auszubrechen. Alle drei kämpfen für ihre Träume und haben erbitterte Gegner, die alles daran setzen, die Träume zu zerstören.

Wenn du Rebecca Gablé magst, ist dieses Mittelalter-Epos ein interessantes weiteres Werk aus dem besagten Zeitalter. Es lässt sich super durchzulesen, es gibt diverse Handlungsstränge, mir liebgewonnene Charaktere und interessante Wendungen. Eine kurzweilige Unterhaltung über mehrere Hundert Seiten, auf denen mir nicht einmal langweilig geworden ist. Und ich hoffe ja noch ein einen dritten Band, muss ich gestehen ;).

Weihnachten ganz elegant (und schnell) und Sammelbestellung 18h heute

Ja, ich weiß, es ist erst Juli und Weihnachten noch hin. Eigentlich. Denn nach den letzten beiden Jahren mit Mir-fehlen-noch-X.Weihnachtskarten habe ich mir nun vorgenommen, rechtzeitig zu starten und auch verschiedene Kartentypen auszuprobieren, was Farbe, Form und Motiv angeht.

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Heute wird es clean and simple mit einer Lieblingskombi von mir, nämlich Kupfer mit Weiß. Mehr brauche ich gar nicht und ich finde die Ergebnisse oftmals einfach nur schlicht und elegant.

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Die Motive kommen dir vielleicht bekannt vor? Ich hatte ja in meinem einen Video das Set Jahr Voller Farben vorgestellt, das für alle Jahreszeiten Motive bereithält. So eben auch für Weihnachten und den Herbst. Passend dazu gibt es Thinlits, mit denen ich gearbeitet habe. Bei den ausgestanzten Teilen habe ich nicht alle weißen „Restteile“ entfernt und mag den Effekt sehr. Auf einen Spruch habe ich bewusst verzichtet,

Die Karten gehen ganz flott zu machen, also auch bei knapper Zeit perfekt geeignet :).

Youtube: Kurzes Video zu meinen Mini-Kärtchen

Ich habe nun die erste Nacht wieder zu Hause verbringen können und ja, ich muss gestehen, dass es mich wie magisch in mein „Bastelzimmer“ gezogen hat. Und ehe ich mich versah, saß ich am Schreibtisch und bastelte vor mich hin. Dabei entstand das kurze Video zu den Karten, die ich dir am Mittwoch vorgestellt habe (*klick*).

Literatur: Über die Freiheit, etwas nicht zu dürfen

Gelegentlich wage ich mich auch an schwere Brocken bei Literatur, aber wirklich wohl dosiert, weil derartige Bücher bei mir eine Mischung aus Entspannung und „Arbeit“ darstellen. Nicht im Sinne von „sich überwinden“ und „Zwang“, sondern ich pausiere häufiger, denke mehr über das Geschriebene nach, lese manche Passagen zweimal oder auch ein drittes Mal. Dann brauche ich auch deutlich länger für meine Lektüre.

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Also, ich bin ein großer Fan von Dystopien. Ich finde es einfach interessant, wie sich andere Menschen Gesellschaften vorstellen und oftmals ist es für mich erschreckend, wie viel ich in der heutigen Zeit aus den Dystopien wiederfinde. Und das, obwohl sie vor Jahrzehnten geschrieben worden sind in einer Zeit, in der vieles noch reine Phantasie oder Zukunftsmusik war. Ja, und aus den Ideen oder Ängsten wurde leider so manches Mal Realität.

Heute möchte ich dir die Dystopie Der Report der Magd von der kanadischen Autorin Margaret Atwood vorstellen. Sie hat dieses Jahr auch den Friedenspreis des Buchhandels erhalten, es ist aber Zufall, dass ich vorher zu dem Buch gegriffen hatte. Normalerweise orientiere ich mich weniger an derartigen Auszeichnungen, weil ich diese nicht selten als sehr politisch empfinde und ich meine Buchauswahl in den meisten Fällen nach meinen Interessen ausrichte.

Ich weiß gar nicht richtig, wo ich anfangen soll, weil ich seitenlang über dieses Buch schreiben könnte, weil da so viele Themen und Ideen waren, die mich beschäftigt haben. Aber ich versuche einmal, mich ein wenig zu sortieren.

Das Buch ist ein Report/Tagebuch von der sogenannten Magd Desfred. Geschrieben ist es aus der Ich-Perspektive, sodass dadurch der Blickwinkel eingeschränkt ist und ich als Leser nur das erfahre, was auch Desfred erlebt hat und weitergeben kann. Es fällt mir etwas schwer, die Handlung zeitlich einzuordnen, weil ich stets nur Bruchstücke erfahre und es ein großes Puzzle ist, bei dem ich teilweise auch erst zum Ende des Buches wichtige Details erfahre. Lt. Klappentext spielt die Geschichte Ende des 20. Jahrhunderts und wir sind in Nordamerika. Es herrscht offiziell Krieg und in der Vergangenheit muss es auch zu Unfällen mit Kernenergie gekommen seid. Dies hat zur Folge, dass die Geburtenrate eingebrochen ist und auch viele Kinder entweder nicht lebensfähig auf die Welt kommen oder teilweise Hybride zwischen Mensch und Tier sind. Durch Desfred und ihre Rückblenden erhalte ich noch mehr Informationen: Sie lebte, bevor die Republik Gilead gegründet worden ist, ein normales Leben einer jungen Frau. Die Veränderungen kamen teilweise schleichend, teilweise aber auch abrupt. Regierungsgegner richteten ein Blutbad an und übernahmen die Macht. Auf einmal wurde ihr Konto gesperrt und nur noch ihr Partner durfte über das Geld bestimmen. Der nächste Schritt war, dass Desfred, deren richtigen Namen ich nicht erfahren habe, gekündigt worden ist und Frauen nicht mehr arbeiten durften. Und so wurde nach und nach ein System installiert, in der die Menschen, aber in erster Linie die Frauen, auf ihre biologischen und auch gesellschaftlichen Funktionen reduziert wurden. Die Mägde waren körperlich gesunde Frauen, die ihren Körper für die Zucht von Kindern zur Verfügung stellten. Sie wurden in Camps trainiert (eher indoktriniert) und dann temporär in Familien untergebracht, um dort mit dem Hausherrn ein Kind zu zeugen. Dessen Ehefrau war in diesem Fall nicht in der Lage, selbst ein Kind zu gebären und musste diesen Umstand akzeptieren. Wollte eine Magd aus dem System ausbrechen, stand auf dem Verrat Folter, aber auch die Todesstrafe, die als „Errettung“ bezeichnet wurde.

Bei den Machthabern  von Gilead handelt es sich um eine Sekte, die das System mit der Bibel begründen, jedoch auch Passagen umänderten oder hinzufügten. Da die Frauen nicht lesen durften, hatten sie auch keine Möglichkeit, sich kritisch mit dem System auseinander zu setzen. Und das System lebt gut, nicht nur wegen der mächtigen Männer, sondern weil auch viele Frauen das System unterstützten und für eine interne Kontrolle sorgen. Ja, teilweise gehen die Frauen härter mit ihren Geschlechtsgenossinnen um als ihre männlichen Pendants.

Neben den Mägden gibt es weitere Rollen, so die Schwestern in den Ausbildungszentren, die die Mädge erzogen und für ihre wichtige gesellschaftliche Rolle vorbereiten sollten. Im Haushalt eines Kommandanten lebte jedoch nicht nur eine Magd, sondern auch Dienerinnen und eben die Ehefrau. Es gibt auch jedoch noch zwei weitere Klassen Frauen, die Jesebels, die als Prostituierte für die mächtigen Männer arbeiteten und die Unfrauen, die beispielsweise körperliche Defizite aufweisen und von der Fortpflanzung ausgeschlossen sind. Von den Männern ist nicht so viel bekannt, jedoch ist es auch ihnen nicht gestattet, einfach eine Familie zu gründen. Fortpflanzung ist ein Politikum, keine private Entscheidung.

Dies erst einmal zu den gesellschaftlichen Strukturen. Wie oben schon angeklungen hat mich vieles bewegt und ich saß so manches Mal still in meiner Leseecke und musste alles ruhig durchdenken. Denn ja, vieles, was hier überspitzt dargestellt wird, ist leider nicht nur eine reine Fiktion, sondern lässt sich in unterschiedlicher Ausprägung auch in modernen Gesellschaftsformen heutzutage finden. Das Buch wurde 1985 geschrieben, ist also nicht erst heute entstanden.

Damit mein Blogbeitrag nicht zu lang wird, habe ich mir ein paar Themenblöcke herausgegriffen, weil sie für mich so prägnant sind. Ein wichtiges Thema ist die Sexualität: Auf der einen Seite wird die Sexualität aus der Öffentlichkeit verbannt. Frauen haben verschleiert zu sein (Desfred trägt eine rote Robe als Magd mit Gesichtsschleier und „Flügeln“, die sie daran hindern, nach rechts und links zu gucken), jedes Zentimeter Haut gilt als Sünde, unrein, als Provokation und wird mitunter hart sanktioniert. Letztendlich soll die Frau geschlechtslos sein. Vergewaltigungen, die es dennoch gibt, werden in den meisten Fällen der Frau zugeschrieben, sie sei schuld gewesen, dass man(n) sich an ihr vergriffen hat. Auf der anderen Seite ist die Fortpflanzung ein zentrales politisches Element und es ist völlig legitim, dass Frauen ihren Körper zur Verfügung stellen, um gesellschaftlich wichtigen Personen ein Kind zu gebären. Es ist eine Industrie, die jeder akzeptiert. Und auch die Existenz der Jesebels, der Prostituierten, wird akzeptiert als Notwendigkeit, weil Männer nun einmal ihre Bedürfnisse haben. Diese Form von Doppelmoral war für mich mitunter nur schwer erträglich, die Instrumentalisierung der Frau, die moralische Bewertung der Frau und oftmals deren Verurteilung.

Ein weiteres Instrument in der Gesellschaft ist die Errettung. Unter dem Begriff sind schlichtweg Hinrichtungen von Verbrechern, politischen Gegnern oder anderen Personen zu verstehen, die nicht zum System passten. Wurden zu Beginn der Republik noch deren Taten öffentlich verlesen, nimmt man davon am Ende Abstand – schließlich möchte man die Bevölkerung ja nicht motivieren, diese Verbrechen nachzuahmen. Eine Steigerung der Errettung sind die Hinrichtungen durch die Mägde. Viermal im Jahr dürfen sie einen Mann lynchen, der sich nach offizieller Verlautbarung an einer Frau vergangen hat oder ein anderes Verbrechen begangen hat.

Warum habe ich die Überschrift zu diesem Beitrag gewählt? Weil diese Formulierung das wiedergibt, was mich schon lange vor dem Buch beschäftigt hat, ich jedoch nicht in Worte fassen konnte. In den Umerziehungslagern hat eine der Schwestern die Änderungen so beschrieben, dass die Frauen nun nicht mehr die Freiheit zu etwas hätten, sondern endlich die Freiheit von etwas hätten. Man hat also für sie entschieden, welche Freiheit sie noch haben – und verkauft diese Entscheidung als die eigentliche Freiheit. Die Frauen wurden befreit von der ausgelebten Sexualität, nun sind sie geschützt. Die Frauen sind befreit von Ehemännern, die fremdgehen, nun ist es entweder staatlich verordnet, heimlich im Puff oder aber nicht mehr existent. Die Frauen sind befreit, sich für Kinder zu entscheiden. Entweder sie müssen oder sie dürfen nicht, nur ganz wenige Frauen dürfen noch frei über ihren Körper entscheiden.

Du siehst, dass mich das Buch sehr beschäftigt hat und wenn dich das Thema interessiert, dann kann ich das Werk wirklich nur empfehlen. Es ist seit Monaten eines der Bücher, das mich am stärksten bewegt hat.

Thema der Woche: Bunte Minikärtchen und Sammelbestellung um 18h

Nach einem kurzen Intermezzo mit dem Stempelst Kreative Kiste, möchte ich doch heute das Thema der Woche (also, inzwischen der Wochen *hust*) abschließen.

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Du möchtest derzeit nicht sehen, wie ich bastle. Meine Big Shot steht auf einem Badhocker, gebastelt wird auf dem Bett oder wenigen Quadratzentimetern eines kleines Tisches und meine paar Utensilien, die ich mit im Elternhotel habe, sind in einer Einkaufskiste. Aber auf das Kreativsein kann und möchte ich einfach nicht verzichten, daher momentan die etwas ungewohnte Bastelumgebung. Einen Vorteil hat es, so diszipliniert habe ich noch nie gebastelt und ich räume meinen Kram sofort weg, was ansonsten nicht wirklich der Fall ist…

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Doch zurück zu meinem Projekt. Neben Anhängern benötige ich in schöner Regelmäßigkeit auch kleine Kärtchen, die ich Sendungen beilege, als Geschenkbegleitung nutze oder in einen Blumenstrauß stecke. So auch jetzt. Beim Thema der Woche dreht sich ja alles um die Produktreihe Bunte Vielfalt, sodass ich mit dem Stempelset Bunt Gemischt und den passenden Thinlits gebastelt habe.

Die Karten sind wirklich klein. Die Maße sind 5,9 cm x 5,9 cm. Als Farben habe ich mich mit den neuen In Color ausgetobt und  mich dort für die Töne Limette, Sommerbeere sowie Meeresgrün entschieden. Die Kärtchen sind eher zweilagig, einmal die Grundkarte in einer In Color und als zweite Lage ein Quadrat, ausgestanzt mit den Framelits Stickmuster. Das Quadrat habe ich in extrastarkem Tonkarton Flüsterweiß ausgestanzt. Danach folgte ein weiteres kleines Quadrat in der In Color der Grundkarte, welches ich mit einem Dimensional befestigte, damit die Karte etwas plastischer wird.

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Danach ging es an die Deko. Ich kurbelte zwei verschiedene Blüten durch die Big Shot, auch wieder in den In Color und in Gold. Da das dritte Quadrat nicht plan aufliegt, habe ich die kleinen goldenen Blüten unter dieses geschoben. Schließlich klebte ich noch die zweite Blüte auf und kombinierte diese mit kleinen Sprüchen aus dem Stempelset Bunt Gemischt.

Heute um 18h gibt es auch wieder eine Sammelbestellung. Wenn du etwas gefunden hast, schicke mir einfach eine Mail mit deinen Bestellwünschen an stempelnstanzenstaunen[at]web.de . Denk auch an die tolle Aktion mit den Bonustagen, wo du bei 60 Umsatz einen 6 Euro Gutschein erhältst. Mehr dazu hier (*klick*).

Und hier seht ihr einen neuen Mitbewohner, der einen neuen Teich entdeckt hat bei uns auf dem Gelände ;) (das war kurz nach dem Unwetter).

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Ein kleiner Gruß mit dem Stempelset Kreativkiste & Sammelbestellung heute 18h

Diese Karte habe ich ausschließlich mit dem Stempelset Kreativkiste gebastelt. Zu dem Stempelset gibt es passende Framelits namens Holzkiste, mit denen du schnell Verpackungen zaubern kannst.

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Da Sommer ist, wurde meine Karte auch gleich etwas farbenfroher. Als Farben verbastelte ich die In Color Limette und Wassermelone, die ich mit Schwarz, Gold und Flüsterweiß als neutralen Ton kombinierte.

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Die Karte ist recht fix gemacht. Als erstes stempelst du im Hintergrund die Blümchen und danach kommen nach und nach die verschiedenen Details und Embellishments. Ich schnitt ein kleines Banner aus, dazu noch ein Herz und stanzte einen kleinen Kreis aus. Für das Funkeln klebte ich Pailletten auf und zwirbelte ein wenig dünnen Goldfaden herum. Die Goldkordel stammt aus dem Herbst-/Weihnachtskatalog letzten Jahres – die passt aber ganzjährig und so wird sie auch weiterhin aktiv genutzt. Bei den Pailletten hat Stampin‘ Up! auf kleine Pailletten umgestellt. Die befinden sich auch in meinem Fundus, aber die großen Exemplare aus dem Vorjahreskatalog passen auch noch sehr gut und daher bastle ich mit beiden Varianten gerne, diese lassen sich nämlich auch gut kombinieren.

Heute um 18h gibt es auch wieder eine Sammelbestellung. Wenn du etwas entdeckt hast, schicke mir einfach eine Mail mit deinen Bestellwünschen an stempelnstanzenstaunen[at]web.de . Denk auch an die tolle Aktion mit den Bonustagen, wo du bei 60 Umsatz einen 6 Euro Gutschein erhältst. Mehr dazu hier (*klick*).

Table built using Product Table Builder by The Crafty Owl – Independent Stampin‘ Up! Demonstrator.